Follow oder NoFollow, das ist hier die Frage

21 04 2008

PageRank Sculpting, Wertung vom ersten, zweiten oder überhaupt keinen Linktext und Verlinkung der eigenen Projekte am besten aus dem Footer in hellgrau mit oder ohne Schleifchen. Immer wieder ein beliebtes Thema bei SEOs rund um den Erdball.

Ich hab dieses Thema gewählt, weil ich heute hierzu zwei Beiträge auf seoroundtable.com gefunden habe.
Im Ersten wird ein Beitrag eines Google-Mitarbeiters in einem Google Groups Thread zitiert, der anrät, themenfremde Verlinkung der eigenen Projekte zu unterlassen. Follow-Verlinkungen versteht sich. Oder auch NoFollow? Dazu hat er sich nicht geäußert, nur würde eine Bestrafung für NoFollow-Links ja keinen Sinn machen.
Zweiter Beitrag beschäftigt sich mal wieder mit dem PageRank Sculpting, sprich dem Beeinflussen des internen Linkflusses. Auch bei Jojo hat das Thema im Bezug auf die Feststellung, dass Google nur den ersten Linktext wertet, aufgegriffen. Auch hier geht es vornehmlich um das Beeinflussen im Bezug auf Wertigkeit des Linktextes.

Tja, wo könnte der Hund begraben liegen? Richtig, am Verb beeinflussen. Sicherlich wäre es eine feine Sache, den internen Fluss des PageRanks von einer Ebene zur nächsten per NoFollow zu steuern.

Der Gedanke: Ich leite von meiner Hauptseite auf die Landingpages den Linkfluss weiter. Impressum, Kontakt und anderes Gedöns bringen mir nichts, von daher bekommen diese kein Tröpfchen ab. Den lästigen Home-Button „deaktiviere“ ich mit NoFollow und verlinke dann elegant aus dem Content mit einem SEO-technisch astreinen Linktext.

Die Illusion: „Hört sich ja wunderbar an, ich wusste ja nix mit meinem PR4 auf der Kontaktseite anzufangen.“ Ich werte meine Seiten, die hohe Conversion-Raten bringen sollen, so auf und pfeif auf den Rest.

Die vermeintliche Realität: So, und jetzt bin ich mal Mr. Google himself, the Grandmaster of the Internet. Die SEOs nerven mich sowieso, weil die meine schönen Suchergebnisse verfälschen. Na gut, ein wenig brauch ich sie ja auch, sie helfen mit URL-Design, ordentlichen Tags und einem Auge auf den Content bei meiner Arbeit, den Suchenden zum Findenden zu transformieren. Und jetzt kommen die daher und wollen mir sagen, wie ich meinen geheiligten PageRank zu verteilen hab?! Ab auf die rote Liste mit den Schweinen.

Fazit: Alles schön und gut, Linkfluss hin und her. Bei der OnPage-Optimierung sollte man ein Auge darauf haben, wie der erste Linktext aussieht, nur auf NoFollow sollte man verzichten – sagt der gesunde Menschenverstand. Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Ist Link(ver)kauf nicht abgestraft worden? Wie wird es dann wohl mit der Zweckentfremdung des NoFollows sein? Auf kurze Frist mag die Beeinflussung des Linkflusses ein Mittel zur Optimierung sein, aber langfristig hindert das Beeinflussen dieses Vorhaben und ich lehne mich mal aus dem Fenster und wage zu behaupten, dass man mit dieser Strategie nicht dauerhaft gut fahren kann.

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3 responses

23 04 2008
Der viSEOcoach

Nun, wenn es irgendwann nicht mehr funktionieren sollte, dann kann man es ja wieder ausschalten. Vermutungen sind schön und gut, aber warum nicht einfach testen? Wer nicht testet, bleibt dumm…

26 04 2008
NoFollow in der Praxis: Wer traut sich? « The Web2.0 Experiment

[…] in der Praxis: Wer traut sich? 26 04 2008 In meinem letzten Artikel habe ich über Sinn oder Unsinn der Verwendung des NoFollow-Attributes in der Praxis philosophiert. […]

13 05 2008
Cartoons » Blog Archive » Daily Search Coverage & Link Finds: May 9, 2008

[…] Follow oder NoFollow, das ist hier die Frage, The Web2.0 Experiment […]

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