Stadtrundfahrt in München – Erfahrungsbericht aus dem Doppeldecker

22 02 2009

Seit November bin ich jetzt in München und habe mir einen Traum eines jeden japanischen Besuchers der Bayerischen Landeshauptstadt erfüllt. Nein, ich war nicht im Hofbräuhaus, sondern habe mit einem Doppeldecker eine Stadtrundfahrt unternommen. Nein, kein Witz, blanke Realität. Hier also mein Erfahrungsbericht:

Die Recherche startete – wie sollte es auch anders sein – im Internet. Big G schickte mich auch gleich auf die richtige Seite der Stadtrundfahrten, zugegeben richtig fies vom Design. Allerdings verfügt die Seite sogar über eine grottige Buchungsfunktion, die man auch wahrnehmen sollte, im Ticketverkauf vor Ort muss man einen Aufschlag in Kauf nehmen.

Los ging’s am Hauptbahnhof mit einer illustren Damenrunde, die eine der Ihren in die Ehe verabschiedete, und ein paar echten Touristen. Wählbar in 8 Sprachen konnte man nun die Fahrt genießen. Wohl ein Student französischer Herkunft hat mir dann in fast perfekten Deutsch die Sehenswürdigkeiten entlang der Route erklärt. Über den Königsplatz ging es zum Odeonsplatz, von dort aus zur Oper und über die Maximiliansstraße auf die rechte Uferseite der Isar. Über den Gasteig und das Isartor erreichte man den Zwischenstopp Viktualienmarkt. Nachdem man einige weitere Interessierte aufgenommen hat, fuhr der Tross über den Stachus zurück zum Ausgangspunkt Hauptbahnhof.

So elanvoll wie meine Aufzählung der Sehenswürdigkeiten auf der Tour war auch die Begleitung durch den Erzähler mit französischem Akzent. Das sowas überhaupt nicht geht, steht außer Frage. Den Flair, den man bei einer Hafenrundfahrt in Hamburg durch die Erzählungen eines hanseatischen Originals mitbekommt, lässt diese Veranstaltung vollends missen. Im Großen und Ganzen wäre die Rundfahrt lustig, hätte man einen Flachmann oder zumindest eine Flasche Sekt dabei, aber ansonsten ist man mit einem guten Reiseführer und einem Linienbus besser bedient. Wenn man jedoch Zeit hat und das Wetter mitspielt, kann man die Tour viel schöner zu Fuß bewältigen, denn so bekommt man zumindest auf den Straßen etwas vom Münchener Flair ab.

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One response

9 09 2012
Maria aus München

Hallo 🙂

denke nicht, dass es sich bei den Künstlern in der Kaufingstraße nur um ein Taschengeld handelt! Die verdienen damit nicht schlecht und ich vermute auch noch steuerfrei!
LG nach Gilching,
Maria

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