Penalty ade, es lebe der Long Tail!

10 04 2009

Mal wieder was für die Kategorie „Nerdisch by Nature“: Hier ein Beispiel, wie Big G einerseits auf Optimierungen onsite reagiert, andererseits mit Penalties umgeht:

Penalty und Longtail - eine Studie

Die Optimierungen an der Seite waren einerseits massiver Aufbau von Content, andererseits eine klassische Onsite-Optimierung in Verbindung mit einer gezielten Steuerung der Indexierung. Mit Hilfe der Sistrix Toolbox habe ich nun diese schöne Sichtbarkeitsstudie machen können, die exakt 6 Monate nach den Optimierungsschritten ein Wegfallen des Penalties dokumentiert. Vor allem die hohe Sichtbarkeit im Long Tail, sprich bei den Seiten mit aufgebauten Content, lässt den Wert auf 10.18 ansteigen, denn Seiten mit einem Problem auf diesem Sektor haben in der gleichen Branche weitaus geringere Werte. Den Rest des Beitrags lesen »





NoFollow in der Praxis: Wer traut sich?

26 04 2008

In meinem letzten Artikel habe ich über Sinn oder Unsinn der Verwendung des NoFollow-Attributes in der Praxis philosophiert. Doch wer wendet es überhaupt an?
Der viSEOcoach fordert im Kommentar zu meinem Beitrag, die Wirkung zu testen, der Inhose SEO hat sich zum Jahreswechsel die Mühe gemacht und mutmaßt, dass das Thema “Aktives Management der internen PageRank-Vererbung” an Brisanz gewinnen wird. Auch im Kommentar orakelt Sistrix – der im Übrigen die Steuerung der internen Verlinkung per NoFollow relativ simpel erklärt – dass viele Websites dieses Mittel zur PR-Vererbung einsetzen werden. Bei ihm habe ich den Einsatz von NoFollow bei seinen Projekten, die er auf seiner Website vorstellt, vermisst.

Der Inhouse SEO hat sich die Mühe gemacht, und einige Websites auf die Verwendung untersucht. Ich habe hier vor allem bei den Preisvergleichen, die recht gut in den SERPs ranken, ein Verwendungsschema festgestellt. Die klassischen Footerlinks wie Kontakt, Impressum etc. werden sowohl ausgeschlossen als auch die variierenden Teile der Website, wie z.B. die letzten Bewertungen, oder Mitgliederbereiche. Jeweils eine sehr dezente Verwendung des Mittels, jedoch wird hier zumindest damit gearbeitet.
Ich habe danach Jens‘ Arbeitgeber analysiert. Hier wird NoFollow zum einen zur Unterbindung von Doppelverlinkungen wie bei der Scout- oder Load-Gruppe verwendet, zum anderen auch für die klassischen Footer-Themen. Auf eine Anwendung beim Mitglieder-Bereich hat der rosa Riese jedoch verzichtet.
NoFollow bei t-online.de
Eine ebenfalls sehr dezente Verwendung, vor allem da der Mitgliederbereich nicht mit in die Verwendung eingebunden wurde.

Bei Amazon oder woot! habe ich vergeblich nach der Verwendung des NoFollow-Attributes gesucht, fündig bin ich in der elektronischen Bucht geworden.
NoFollow bei eBay
Mitgliederbereich, erweiterte Suche und die Hilfe wurden hier ausgeschlossen. Was mich jedoch verwundert, ist die Verwendung von NoFollow bei dem Link auf die Startseite. Anscheinend will eBay das Hauptaugenmerk weg von der Hauptseite hinein in die Tiefe lenken.

Im Großen und Ganzen hat sich also in den letzten Monaten auf diesem Gebiet nichts getan. Zwar verwenden ein paar wenige Seiten NoFollow, um die Linkpower von Kontakt & AGB auf Wichtigeres zu lenken, jedoch wird dieses Attribut nur recht dezent verwendet. Merkwürdig ist nur, dass auf den wenigen Projekten von SEOs, die mir bekannt sind, NoFollow wenig bis gar nicht verwendet wird. Sträfliche Vernachlässigung oder einfach nur Angst? Wenn man an sich an den Websites, die auf eine dezente Verwendung von NoFollow setzen, orientiert, so könnte man mutmaßen, dass Big-G bisher keine Maßnahmen gegen eine Verwendung des NoFollow-Attributes unternimmt.

Noch Fragen? Frag Big-G! 😉





Follow oder NoFollow, das ist hier die Frage

21 04 2008

PageRank Sculpting, Wertung vom ersten, zweiten oder überhaupt keinen Linktext und Verlinkung der eigenen Projekte am besten aus dem Footer in hellgrau mit oder ohne Schleifchen. Immer wieder ein beliebtes Thema bei SEOs rund um den Erdball.

Ich hab dieses Thema gewählt, weil ich heute hierzu zwei Beiträge auf seoroundtable.com gefunden habe.
Im Ersten wird ein Beitrag eines Google-Mitarbeiters in einem Google Groups Thread zitiert, der anrät, themenfremde Verlinkung der eigenen Projekte zu unterlassen. Follow-Verlinkungen versteht sich. Oder auch NoFollow? Dazu hat er sich nicht geäußert, nur würde eine Bestrafung für NoFollow-Links ja keinen Sinn machen.
Zweiter Beitrag beschäftigt sich mal wieder mit dem PageRank Sculpting, sprich dem Beeinflussen des internen Linkflusses. Auch bei Jojo hat das Thema im Bezug auf die Feststellung, dass Google nur den ersten Linktext wertet, aufgegriffen. Auch hier geht es vornehmlich um das Beeinflussen im Bezug auf Wertigkeit des Linktextes.

Tja, wo könnte der Hund begraben liegen? Richtig, am Verb beeinflussen. Sicherlich wäre es eine feine Sache, den internen Fluss des PageRanks von einer Ebene zur nächsten per NoFollow zu steuern.

Der Gedanke: Ich leite von meiner Hauptseite auf die Landingpages den Linkfluss weiter. Impressum, Kontakt und anderes Gedöns bringen mir nichts, von daher bekommen diese kein Tröpfchen ab. Den lästigen Home-Button „deaktiviere“ ich mit NoFollow und verlinke dann elegant aus dem Content mit einem SEO-technisch astreinen Linktext.

Die Illusion: „Hört sich ja wunderbar an, ich wusste ja nix mit meinem PR4 auf der Kontaktseite anzufangen.“ Ich werte meine Seiten, die hohe Conversion-Raten bringen sollen, so auf und pfeif auf den Rest.

Die vermeintliche Realität: So, und jetzt bin ich mal Mr. Google himself, the Grandmaster of the Internet. Die SEOs nerven mich sowieso, weil die meine schönen Suchergebnisse verfälschen. Na gut, ein wenig brauch ich sie ja auch, sie helfen mit URL-Design, ordentlichen Tags und einem Auge auf den Content bei meiner Arbeit, den Suchenden zum Findenden zu transformieren. Und jetzt kommen die daher und wollen mir sagen, wie ich meinen geheiligten PageRank zu verteilen hab?! Ab auf die rote Liste mit den Schweinen.

Fazit: Alles schön und gut, Linkfluss hin und her. Bei der OnPage-Optimierung sollte man ein Auge darauf haben, wie der erste Linktext aussieht, nur auf NoFollow sollte man verzichten – sagt der gesunde Menschenverstand. Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Ist Link(ver)kauf nicht abgestraft worden? Wie wird es dann wohl mit der Zweckentfremdung des NoFollows sein? Auf kurze Frist mag die Beeinflussung des Linkflusses ein Mittel zur Optimierung sein, aber langfristig hindert das Beeinflussen dieses Vorhaben und ich lehne mich mal aus dem Fenster und wage zu behaupten, dass man mit dieser Strategie nicht dauerhaft gut fahren kann.





Wie finde ich einen guten Hoster?

10 04 2008

Aus aktuellem Anlass, wie meine Erfahrungen mit Evanzo widerspiegeln, möchte ich ein paar Tipps los werden, damit nicht mehr unbescholtene Bürger auf billige Lockangebote und miese Hoster reinfallen.

1. Was brauche ich?

Wohl die wichtigste Frage bei der Suche nach einem Hoster ist der Verwendungszweck des Webspaces. Will ich ein Blog aufsetzen, benötige ich eine MySQL-Datenbank und einen Server mit PHP-Unterstützung. Aber auch hier auf die verschiedenen Versionen der Datenbank bzw. PHP achten. Will ich aber nur meine Mails und eine simple HTML-Seite ins Netz stellen, genügt mir schon ein kleineres Webhosting-Angebot. Doch beachtet werden sollte auch hierbei, dass beim Apache-Server das Modul mod_rewrite aktiviert ist, was vor allem aus SEO-technischer Sicht für das Umschreiben eingehender URLs wichtig ist.
Nun noch der Unterschied, ob ich eine kleine private Seite haben will oder ein gewerbliches Angebot ins Netz stellen will. Bei privaten Homepages/Blogs genügen meist die günstigen Angebote der Webhoster, bei Business-Lösungen sollte gerade hier nicht gespart werden. Wenn das nötige Knowhow vorhanden ist, kann man sich überlegen, vom Webhosting wegzugehen und einen VServer für sein Projekt anzumieten.

2. Wie finde ich einen guten Webhosting-Anbieter?

Habe ich sowohl die Verwendung als auch die technische Anforderung definiert, muss man „nur“ noch den passenden Webhoster finden. Leichter gesagt als getan, locken doch überall Billigprovider mit Ihren Angeboten. Um sich im Dschungel der Webhosting-Anbieter einen Überblick zu verschaffen, helfen meist ganz einfache Mittel.

  • Das Webhosting-Vergleichsportal webhostlist.de veröffentlicht eine monatliche Top10 der Provider, die per Leserwahl festgelegt wird.
  • Bewertungen zu den einzelnen Webhosting-Anbietern findet man auch im Bewertungsportal Ciao.
  • Für Blogs und WordPress im Speziellen werden auch im WordPress-Deutschland-Forum Webhoster diskutiert.

So bekommt man einen guten Eindruck über den Webhosting-Anbieter, den man mit einer Suchmaschinen-Abfrage nach dem Hoster noch absichern kann. Meist liest man bereits aus den Beschreibungen der ersten SERPs heraus, ob die Welt mit dem Hoster zufrieden ist oder nicht.

Ist alles nichts neues, nur kann man diese Liste nicht nur auf Webhosting anwenden und man fährt auch in anderen Gebieten recht gut, wenn man vor dem Kauf recherchiert.

Und wenn die Seite/Blog/Shop steht, dann hilft auch ein wenig SEO. Von daher mal nen Trackback an SEO-united die bei sich SEO-Software verlosen.





Evanzo – ein Betrügerverein?!

1 04 2008

Wer kennt das nicht: man begeht immer wieder die gleichen Fehler. Man tätigt einen Spontankauf, ohne sich vorher ausreichend über das Produkt informiert zu haben, einfach aus einer Laune heraus. So erging’s auch mir wieder mal mit einem Hoster. „Hey, billiges Angebot, alles dabei, was ich brauche, da schlag ich doch schnell zu!“

Es war diesen Januar, wäre ich doch nicht so geizig gewesen und hätte ein paar Euros mehr investiert. Lockangebot heißt das, eigentlich sollte ich das schon rein aus beruflicher Sicht kennen. Nur manchmal agiert man zu enthusiastisch, zu forsch und läuft blind durch die Gegend.

Evanzo hat mich erwischt.

Ja, ein Hoster, der seit Jahren schon verrufen ist. Sicherlich gibt es auch einige, die keine Probleme mit denen haben, aber einschlägige Foren und Portale warnen eigentlich vor diesem Verein. Eigentlich… wenn man die Seiten besuchen würde. Bekannt wurde Evanzo durch lange Ladezeiten oder nicht funktionierenden Mailserver. Gut, das habe ich auch alles nebenbei zu spüren bekommen, aber der Höhepunkt ist mir die Tage aufgefallen.

evanzo01.jpg

Na, fällt was auf? Richtig! Erst kommt die Rechnung, dann die Bestätigung von Paypal und dann eine Zahlungserinnerung. Beim ersten Mal habe ich es übersehen, im Mail-Wust einfach nochmal auf den Paypal-Link geklickt. Beim zweiten Mal wurde ich dann stutzig. Erinnerung? Kann ja nicht sein, habe erst vor zwei Wochen gezahlt… Auf Mails an die angegebene buchhaltung@evanzo.net bekomme ich einen Zustellungsfehler, soviel zum Support. Anrufen werde ich die Bezahlnummer keinesfalls, ich schmeiße denen doch keinen Cent in den Nacken.

Was tun? Jemand schon gleiches erlebt?





Indizierung von Google

28 03 2008

Dass Google bei der Indizierung von Blog-Artikeln an der Geschwindigkeitsschraube gedreht hat, ging schon vor einiger Zeit durch’s Netz. Dass die Kollegen jedoch anscheinend eingeschlafen sind, ist mir zumindest neu. Insgesamt vier Artikel meiner Wenigkeit vom Osterwochenende wurden noch immer nicht indiziert, dieses Blog und derruehrer.de. Merkwürdig…

Im übrigen schöne Grüße aus Innsbruck, ich geh jetzt Skifahren am Patscherkofel





searchme.com: Potential oder noch ein Flop?

23 03 2008

searchme
Einmal mehr hat es eine Suchmaschine sich auf die Fahnen geschrieben, eine Revolution im Internet auszurufen und den Giganten Google vom Thron zu stürzen. Die Frage ist nun, warum gerade diese eine sich als Nachfolger des Imperators heraus kristallisieren sollte.

Ich hatte das Vergnügen, searchme in der private beta zu testen. Allen Hinweisen auf die knappe Milliarde Seiten im Index zum Trotze, habe ich an diesem verschneiten Ostersonntag 2008 versucht, etwas über Ostern heraus zu finden. Vorneweg: der Index ist für’n A…. Doch das soll auch nicht unser Kriterium bei der heutigen Bewertung des zukünftigen? Suchgiganten sein.

Fangen wir von vorne an: Die Seite gefällt mir, hat Stil. Schlicht und einfach am großen Vorbild orientiert, stellt sich aber vorneweg ein Unterschied ein. Zu meinem Suchwort Ostern erhalte ich eine Auswahlmöglichkeit an Suchfeldern, um meine Suche einzuschränken. Ein recht nützliches Tool, interessiert mich ja bei meiner Osterrecherche weder Katzenfutter noch russische Frauen.
Gelangen wir zu den Suchergebnissen, bekommt man eine Vorschau der Seiten geliefert, per mouseover mit einem Auszug der relevanten Textpassage.
searchme Suchergebnisse
Wenn man die nächste Seite anklickt, kommt wie im Demovideo die nächste Seite der Suchergebnisse etc. Allerdings wäre eine Navigation ohne klick durchaus eleganter und auch zeitgemäßer, legt die Seite ja sehr viel wert auf die Optik.

Optik ist genau das Stichwort, was die Seite auszeichnet. Eine sehr schön aufbereitete Suchmaschine und mit der Seitenvorschau bietet Sie auch ein neues Feature im Suchmarkt. Vom Design und der Handhabung eine gute Suchmaschine, worüber ich jetzt hier noch nichts geschrieben hab, ist die Qualität. Diese lässt im hohen Maße zu wünschen übrig. Mag das am kleinen Index liegen oder auch an einem noch nicht ausgefeilten Algorithmus, nur eines steht für mich fest: wenn die Qualität der Suchergebnisse nicht die von Google liefert bzw. übertrifft, hat jede Suchmaschine – so toll das Design auch immer sein mag – keine Chance, sich am Markt zu etablieren.